| 14.03.2005
Deutscher-Anlegerschutzbund e.V.
Vorsicht bei Phoenix Kapitaldienst
Finanzaufsicht stoppt den Vertrieb der Firma
Frankfurt am Main, 14.März 2005 – Von Geschäften
mit der Phoenix Kapitaldienst GmbH sollten Anleger nach Überzeugung
des Deutschen Anlegerschutzbundes DASB derzeit die Finger lassen. „Wir
verfolgen Hinweise darauf, daß Fondsmanager des Unternehmens
Verluste kaschiert haben sollen und nun Kundengelder in Höhe
von 600 Millionen Euro fehlen“, sagte DASB-Präsident
Klaus Nieding am Montag in Frankfurt am Main.
Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht BaFin
hat dem in Frankfurt ansässigen Unternehmen mit sofortiger
Wirkung den Vertrieb des Phoenix Management Account untersagt
und die Ein- und Auszahlung von Kundengeldern ausgesetzt. Die
BaFin prüft, ob für die Phoenix Kapitaldienst GmbH
Insolvenz angemeldet werden muß.
„
Wenn jemand bereits Geld bei dem Unternehmen angelegt hat, sollte
er sich an einen Anwalt wenden. So kann möglicherweise ein
Teil des Geldes zurückgeholt werden“, rät Nieding.
Es müsse geprüft werden, ob Kunden mit einem Euro-Konto
möglicherweise mit einer Erstattung ihres Anlagebetrages
bis maximal 20 000 Euro durch die Entschädigungseinrichtung
der Wertpapierhandelsunternehmen EdW rechnen könnten. Auch
gebe es die Möglichkeit, jüngst getätigte Beteiligungen
noch zu widerrufen.
Der Spezialist für Kapitalmarktrecht vertritt bereits Mandanten
der Firma, die Anleger zu Börsentermingeschäften überredet
und für ihre zweifelhaften Vermittlerdienste so hohe Gebühren
kassiert hat, dass Gewinn oft unwahrscheinlich wurde. Wie viele
andere Anleger durch die Berechnung der „Geschäftsordnungsgebühr“ von
33 1/3 Prozent jeder Einzahlung geschädigt wurden, kann
nur vermutet werden.
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